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Testamentsvollstreckung

Was ist heute, wenn man gestern gestorben ist?

Die Frage ist einfach unangenehm, aber trotzdem sollte man sich mit dieser Situation auseinandersetzen, wenn man eine geregelte Weitergabe seines erarbeiteten Vermögens an die Erben beabsichtigt. Mit der gesetzlichen Erbfolge kann auch eine entsprechende Lösung erzielt werden, wenn man diese kennt und mit dem Ergebnis zufrieden ist.
Jeden Tag verhandelt allerdings die Justiz Hunderte von Streitigkeiten ums Erbe, weil meistens erst nach dem Tod des Erblassers diese Probleme zwischen den Angehörigen auftreten, wer eigentlich was von dem Erbe bekommt.

Damit diese Situation nicht eintritt, kann der Erblasser seine letztwilligen Verfügungen in einem Testament oder Erbvertrag regeln und auch veranlassen, dass durch einen Testamentsvollstrecker sein letzter Wille in seinem Sinne umgesetzt wird.

In Deutschland haben allerdings 70 % der Bürger kein Testament, 20 % der Bürger ein mangelhaftes Testament und nur 3 % der Bürger ein korrektes Testament.
Deshalb wäre auch hier zu überlegen, ob man seine letztwilligen Verfügungen schriftlich fasst und sich dazu beraten lässt. Wir arbeiten mit einem Fachanwalt für Erbrecht zusammen und können Ihnen mit ihm gemeinsam die entsprechenden Empfehlungen geben, wie Sie die Weitergabe Ihres Vermögens regeln sollten.

Der Testamentsvollstrecker führt die letztwilligen Verfügung des Erblassers aus. Er reguliert die Nachlassverbindlichkeiten, reicht die Erbschaftsteuererklärung ein und führt auch die Erbschaftssteuer ab. Bei Dauertestamentsvollstreckung verwaltet dieser langfristig den Nachlass, wie etwa bei der Verwaltung des Vermögens für minderjährige oder überschuldete Erben.
Ein richtig verstandener Testamentsvollstrecker bedeutet eine Schutzfunktion für überlebende Angehörige, den langfristigen Schutz des Nachlasses vor Vermögensverfall oder Fehlanlagen. Des weiteren dient eine Testamentsvollstreckung zur Vereinfachung und Sicherstellung der Nachlassabwicklung und zum Schutz des Vermögens vor dem ungewollten Zugriff Dritter (zum Beispiel: Eigengläubiger des Erben, wie Sozialamt oder Insolvenzverwalter).
Eine Testamentsvollstreckung kann auch die Erfüllung karitativer Zwecke (zum Beispiel Stiftungsgründung) bewirken und das Unternehmen schützen.
Seit dem Rechtsdienstleistungsgesetz vom 1.7.2008 hat der Gesetzgeber die Testamentsvollstreckung aus dem Anwaltsvorbehalt ausgenommen.
Die Testamentsvollstreckung ist explizit jedermann ermöglicht. Nach der Rechtsprechung erfordert sie weder Ausbildung noch Erfahrung. Das Einholen von Rat durch den umgeschulten Testamentsvollstrecker bei rechtlichen oder wirtschaftlichen Problemen geht dann auf Kosten des Nachlasses.
Der Erfolg einer Testamentsvollstreckung steht und fällt daher mit der Person und der Qualifikation des Vollstreckers.
Ein Zertifikat durch die Arbeitsgemeinschaft der Testamentsvollstreckung und Vermögenssorge e. V. steht für eine fundierte Ausbildung sowie theoretische und praktische Qualifikation, des Weiteren für eine regelmäßige Fort- und Weiterbildung sowie einen Versicherungsschutz und damit ist auch der Verbraucher besser geschützt.